Leibniz debattiert: Wieviel kostet die Energiewende? Claudia Kemfert trifft Ottmar Edenhofer

Deutschland belegt einen Spitzenplatz im Welthandel mit der Ausfuhr von Umweltschutzgütern, dennoch sind für die eigene Energiewende Investitionen bis zu 550 Milliarden Euro bis zur Mitte des Jahrhunderts erforderlich. Das ergeben Szenarien, die für das Energiekonzept der Bundesregierung berechnet wurden. Auf diese Weise entstehen jedoch auch neue Arbeitsplätze, etwa beim Bau von Wind- und Solaranlagen oder bei Handwerksbetrieben, die von Bauaufträgen zur energetischen Gebäudesanierung profitieren. Ein weiterer Vorteil: Je mehr Strom und Wärme aus eigenen Quellen kommen, desto weniger Einfuhren von Öl und Erdgas benötigen wir. Was also kostet die Energiewende wirklich?

26.09.2016 ·

Darüber diskutieren Claudia Kemfert, Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), eine Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft, und Ottmar Edenhofer, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), ebenfalls eine Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft. Es moderiert Michael Bauchmüller, Korrespondent bei der Süddeutschen Zeitung.

Claudia Kemfert leitet seit April 2004 die Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am DIW Berlin und ist seit April 2009 Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit an der Hertie School of Governance (HSoG).

Ottmar Edenhofer ist seit 2007 stellvertretender Direktor des PIK und Lehrstuhlinhaber für die Ökonomie des Klimawandels an der Technischen Universität Berlin. 2012 wurde er zum Direktor des gemeinsam von der Stiftung Mercator und dem PIK im gleichen Jahr in Berlin gegründeten Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) ernannt. Von 2008 bis 2015 war er einer der Vorsitzenden der Arbeitsgruppe III des Weltklimarates des IPCC.

Ihre Teilnahmebestätigung erhalten Sie in der Reihenfolge der Anmeldungen unter veranstaltunge[a]leibniz-gemeinschaft.de. Der Eintritt ist frei.

26. September 2016, 18 Uhr
Haus der Leibniz-Gemeinschaft
Chausseestr. 111, 10115 Berlin

Die Gesprächsreihe »Leibniz debattiert« widmet sich Herausforderungen und Themen unserer Zeit. Sie ist Teil des Themenjahrs »die beste der möglichen Welten«, mit dem die Leibniz-Gemeinschaft 2016 den 370. Geburtstag und den 300. Todestag von Gottfried Wilhelm Leibniz begeht. Mehr über das Projekt erfahren Sie auf www.bestewelten.de.