Leibniz-Forschungsverbund
Energiewende

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Expertise der Institute

Die Expertise der Mitgliedsinstitute liegt in fünf fachübergreifenden Kompetenzfeldern. Diese Kompetenzfelder bilden den Ausgangspunkt für die Untersuchung zentraler Spannungsfelder der Energiewende. Die fünf Kompetenzfelder lauten:

Die Kompetenzfelder liegen quer zu den übergeordneten Spannungfeldern (siehe Grafik). Sie bilden die verschiedenen thematischen Zugänge für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit a) zentralen versus dezentralen Systemen, b) öffentlichen versus privaten Interessen, und c) globalen versus lokalen Wirkungen im Rahmen der Energiewende.

Forschungsdesign des LVE


Stadt- und Regionalentwicklung

Aus der perspektive der Stadt- und Regionalentwicklung sind vor allem räumliche Veränderungsprozesse relevant, die sich im Zuge der Energiewende ergeben. Der Forschungsverbund untersucht diese Veränderungsprozesse insbesondere im Hinblick auf Fragen der Governance und der Konstituierung neuer Räume. Gefragt wird beispielsweise nach der Eignung unterschiedlicher formeller und informeller Planungsinstrumente, nach dem Zusammenwirken verschiedener Governance-Ebenen und nach der Veränderung von Stadt-Umland-Beziehungen durch den Ausbau erneuerbarer Energien.

Bei Fragen zur Stadt- und Regionalentwicklung wenden Sie sich bitte insbesondere an folgende Institute: ARL, IfL, ILS, IÖR und IRS.


Landnutzung und Nutzungskonflikte

Dieses Kompetenzfeld setzt sich vor allem auseinander mit den Konkurrenzen um die Nutzung landwirtschaftlicher Flächen für den Ausbau erneuerbarer Energien. Der Fokus liegt einerseits auf dem Trade-off zwischen Ernähungssicherung und Bioenergieerzeugung, und andererseits auf den Effekten intensiver Biomasseproduktion und großer Windanlagen auf umliegende Ökosysteme. Gefragt wird beispielsweise nach globalen Landnutzungskonkurrenzen, aber auch nach den Effekten von erneuerbare Energieanlagen auf die lokale Biodiversität. Eingebettet sind diese Fragen in die Untersuchung von Chancen und Risiken eines sich verändernden agrarwirtschaftlichen Marktes, was einen weiteren Fokus dieses Kompetenzfeldes bildet.

Bei Fragen zu Landnutzung und Nutzungskonflikten wenden Sie sich bitte insbesondere an die Ansprechpartner folgender Institute: ATB, IAMO, IZW und ZALF.


Regulierung, Bildung und Akzeptanz

Dieses Kompetenzfeld nimmt die Energiewende als gesellschaftliche Herausforderung in den Fokus. Untersucht werden insbesondere Fragen der Akzeptanz und der Beteiligung. Gefragt wird beispielsweise nach der Akzeptanz neuer Technologien, nach Meinungen und Einstellungen zu neuen Mobilitätsformen und nach möglichen Fördermaßnahmen als Bedingung für die reflektierte Zustimmung zu erneuerbaren Energien. Es wird außerdem gefragt nach möglichen Formen der Bügerbeteiligung in Planungs- und Genehemigungsverfahren sowie nach Möglichkeiten und Grenzen von Energiegenossenschaften als private Träger der Energiewende.

Bei Fragen zur Regulierung, Bildung oder Akzeptanz wenden Sie sich bitte insbesondere an folgende Institute: FÖV, IPN, WZB und PIK.


Soziale, ökonomische und ökologische Effekte

Dieses Kompetenzfeld setzt sich auseinander mit den wichtigsten bereits eingetretenen sowie möglichen zukünftigen Effekten der Energiewende. Im Zentrum stehen dabei insbesondere die Wechselwirkungen zwischen politischer Steuerung und wirtschaftlicher Entwicklung im deutschen als auch im internationalen Kontext. Gefragt wird beispielsweise nach Konsistenz und Koordination der europäischen und der deutschen Energiepolitik sowie nach der Übertragbarkeit lokal erfolgreicher Energiepolitik auf andere Ebenen.
Darüber hinaus fragt das Kompetenzfeld nach den Auswirkungen der Energiewende auf die Innovationstätigkeit und die Wettbewerbsfähgikeit von Unternehmen, nach den Wirkungen auf Investitionen und Strompreise sowie nach der Struktur neu entstandener Wertschöpfungsketten. Auf lokaler Ebene interessieren auch die Auswirkungen der Energiewende auf einkommensschwache Haushalte und mögliche Maßnahmen zur Vermeidung von "Energiearmut". Auf nationaler und europäischer Ebene wird nach den Anforderungen an ein neues Strommarktdesign gefragt.

Bei Fragen zu sozialen, ökonomischen und ökologischen Effekten wenden Sie sich bitte insbesondere an folgende Institute: DIW, ifo, IfW, RWI, ZEW und WZB.


Neue Materialien und technische Innovation

Dieses Kompetenzfeld arbeitet an der Entwicklung neuer Materialien und Technologien für die Produktion und Speicherung von Energie. Ein wesentlicher Nutzen dieser Entwicklungen liegt im Gebiet der Elektromobilität. Geforscht wird beispielsweise an modifizierten Kohlenstoffmaterialien als Ersatz für Platin in Brennstoffzellen, an der Wasserstofferzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen sowie an der Wasserstoffspeicherung in Kombination mit CO2. Gleichzeitig wird die Betriebssicherheit und Zuverlässigkeit elektrischer Komponenten von dezentralen Energieproduktions- und Energiespeicheranlagen - zum Beispiel für die Nutzung in privaten Haushalten - untersucht. Darunter fällt auch die Entwicklung und das Testen von Werkzeugen für das Online-Monitoring von dezentralen Betriebsmitteln.

Bei Fragen zu neuen Materialien und technischen Innovationen wenden Sie sich bitte insbesondere an folgende Institute: IOM, INP, LIKAT und INM.


Fragen Sie die Experten

Anfragen an unsere Experten sind jederzeit möglich. Die Kontaktinformation aller Institute auf einen Blick finden Sie hier.