Das Forschungsprogramm des Verbunds stellt drei Spannungsfelder in den Fokus, die aktuelle Debatten zur Energiewende prägen:
a) Zentrale vs. dezentrale Systeme
b) Private vs. öffentliche Interessen
c) Globale vs. lokale Wirkungen
Untersucht werden Konflikte und Engpässe innerhalb dieser zentralen Spannungsfelder, die den Transformationsprozess begleiten, und die zugleich als Hemmisse und als Chance für die Energiewende verstanden werden. In jedem Spannungsfeld werden anhand von konkreten Beispielen für die jeweilige Stufe der Wertschöpfungskette – Energieerzeugung, Energieverteilung, Energiespeicherung und Energienachfrage – Konflikte und mögliche Lösungswege untersucht. Im Zentrum der Forschung stehen dabei die vielfältigen Schnittstellen zwischen technisch-naturwissenschaftlichen Problemen und damit einhergehenden gesellschaftlichen Fragen, die für die Gestaltung eines nachhaltigen, sozialverträglichen Energiesystems von entscheidender Bedeutung sind.
Die Komplexität der Herausforderungen erfordert die Expertise von WissenschaftlerInnen verschiedener Disziplinen, die Ihre jeweiligen Kenntnisse und Methoden in gemeinsamen Forschungsvorhaben bündeln. Die integrierte Forschungsagenda des LVE sieht daher vor, die Spannungsfelder aus fünf unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten, die zugleich die Kompetenzen der Mitgliedsinstitute widerspiegeln. In folgenden fünf Gebieten besitzt der LVE ausgewiesene Forschungsexpertise:
1) Stadt- und Raumentwicklung
2) Landnutzung und Nutzungskonflikte
3) Regulierung, Bildung und Akzeptanz
4) Soziale, ökonomische und ökologische Aspekte
5) Material und technische Innovationen